Verfahren der Neurostimulation
Die in unserer Berliner Praxis eingesetzten Verfahren wirken gezielt auf die Aktivität von Nervenzellen - ambulant, nicht-invasiv und ohne Medikamente. Welche Methode in Frage kommt, hängt von Diagnose, Krankheitsphase und individuellem Befund ab.
Neue Therapieansätze bei neurologischen Erkrankungen
Neurologische Erkrankungen wie Alzheimer-Demenz, Morbus Parkinson oder Schlaganfall stellen Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen vor große Herausforderungen. Die etablierten Behandlungsmöglichkeiten sind oft begrenzt, und die Lebensqualität der Betroffenen kann erheblich eingeschränkt sein.
Verfahren der nicht-invasiven Neurostimulation eröffnen heute neue Möglichkeiten. In den vergangenen Jahren wurden Methoden entwickelt und klinisch erprobt, die das Potenzial haben, den Verlauf neurologischer Erkrankungen positiv zu beeinflussen und die Lebensqualität spürbar zu verbessern.
In unserer Praxis setzen wir mehrere dieser Verfahren ein. Wir informieren transparent über Chancen, Grenzen und Risiken - und prüfen sorgfältig, ob und welches Verfahren für die individuelle Situation in Frage kommt.
Transkranielle Pulsstimulation (TPS)
Die Transkranielle Pulsstimulation (TPS) arbeitet mit kurzen, fokussierten Ultraschallimpulsen, die durch den Schädelknochen in definierte Hirnareale geleitet werden. Eingesetzt wird das Gerät NEUROLITH® von Storz Medical, das seit 2018 in der EU für die Behandlung der Alzheimer-Demenz zugelassen ist.
Pro Sitzung werden rund 6.000 Impulse appliziert. Eine Sitzung dauert etwa 30 Minuten, ist nicht-invasiv und kommt ohne Narkose oder Medikamente aus. Die Behandlungsplanung erfolgt MRT-gestützt, sodass die Zielregionen individuell festgelegt werden können.

Transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS)
Bei der Transkraniellen Gleichstromstimulation (tDCS) wird ein sehr schwacher Gleichstrom (üblicherweise 1-2 mA) über zwei Elektroden auf der Kopfhaut appliziert. Der Strom verändert die Erregbarkeit der darunterliegenden Nervenzellen: Unter der Anode steigt die Aktivität, unter der Kathode sinkt sie.
tDCS wird unter anderem bei depressiven Störungen, kognitiven Einschränkungen und in der neurologischen Rehabilitation eingesetzt. Eine Sitzung dauert in der Regel 20 bis 30 Minuten. Das Verfahren ist gut verträglich und eignet sich auch für den regelmäßigen Heimgebrauch - nach ärztlicher Einweisung können Patienten die Stimulation eigenständig zuhause durchführen.

Transkranielle Magnetstimulation (TMS)
Die Transkranielle Magnetstimulation (TMS) nutzt kurze, starke Magnetfelder, die über eine Spule am Kopf erzeugt werden. Diese Magnetfelder induzieren elektrische Ströme in oberflächennahen Hirnarealen und können dort die neuronale Aktivität gezielt anregen oder dämpfen.
Insbesondere die repetitive TMS (rTMS) ist für die Behandlung therapieresistenter Depressionen anerkannt und kommt zunehmend auch bei weiteren neurologischen und psychiatrischen Indikationen zum Einsatz. Eine Sitzung dauert je nach Protokoll etwa 20 bis 40 Minuten und wird ambulant durchgeführt.

Wissenschaftliche Grundlage
Studienlage zur Neurostimulation
Die in unserer Praxis eingesetzten Verfahren werden seit Jahren erforscht. Wirksamkeit und Verträglichkeit sind in peer-reviewten Publikationen dokumentiert.
Kontakt
Lehmbruckstraße 3, 10245 Berlin · kontakt@neurostimulation-berlin.de

