
Depression mit Magnetstimulation behandeln
rTMS bei Depression
Was sich häufig verbessert:
Bei behandlungsresistenten Depressionen empfiehlt die Nationale Versorgungsleitlinie die rTMS (Grad B, 2022). In einem Register aus 103 Praxen sprachen 58 bis 69 % der 5.010 mit TMS behandelten Patienten an (Sackeim et al. 2020). Wir behandeln mit dem Theta-Burst-Protokoll; in der größten randomisierten Studie dazu (Blumberger et al. 2018, The Lancet, n=414) waren es 49 %, eine Remission erreichten 32 % drei Monate nach der Serie.
Die rTMS gilt als gut verträglich: meist ein Druckgefühl an der behandelten Stelle, seltener Kopfschmerzen. Eine Sitzung dauert wenige Minuten.
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Wie die rTMS im Gehirn wirkt
Zur rTMS sind über 29.000 Fachartikel veröffentlicht, mehr als 5.000 davon zur Depression.
Ein Magnetfeld
Das Magnetfeld durchdringt Kopfhaut und Schädelknochen ungehindert und regt die Nervenzellen im Zielareal an.
Dorsolateraler präfrontaler Kortex
Wir zielen auf den linken dorsolateralen präfrontalen Kortex. Diese Region ist bei Depressionen häufig vermindert aktiv. Intensität und Position legen wir vorab persönlich fest.
Wiederholung und Plastizität
Ein einzelner Impuls wirkt nur Millisekunden. Erst die Wiederholung über eine ganze Serie - daher „repetitiv“ - verändert die Signalübertragung zwischen Nervenzellen länger anhaltend.

Den Alltag wieder gestalten
Neue Energie, neue Perspektiven - Schritt für Schritt
So läuft Ihre rTMS-Behandlung ab
Erstgespräch (kostenlos)· ca. 30-45 Min.
Dr. Schwarz bespricht Ihre Situation, die bisherige Behandlung und Ihre Ziele.
Erste Sitzung & Behandlungsserie
Nach der Bestimmung Ihrer motorischen Schwelle folgen 20-30 Behandlungen über 1-3 Wochen. Eine Behandlung dauert wenige Minuten. Sie sitzen wach im Behandlungsstuhl und spüren die Impulse als leichtes Klopfen auf der Kopfhaut.
Gemeinsames Fazit
Zum Abschluss besprechen wir den Verlauf, das weitere Vorgehen und ob Erhaltungssitzungen sinnvoll sind.
Ist Neurostimulation für Sie geeignet?
Nicht jeder Patient profitiert gleich stark. Beantworten Sie ein paar kurze Fragen zu Ihrer Situation - wir ordnen Ihre Angaben persönlich ein und melden uns bei Ihnen.
- Ein paar kurze Fragen · nur wenige Minuten
- Persönliche Rückmeldung von Dr. Schwarz
- Rückmeldung per E-Mail innerhalb von 24 Stunden
- Vertraulich gemäß ärztlicher Schweigepflicht und DSGVO

Nicht-invasiv
Kein Eingriff, keine Narkose
Keine Medikamente
Wirkt lokal statt systemisch
Wenige Minuten
Theta-Burst-Protokoll je Sitzung
Ärztlich geführt
Indikation, Schwelle und Verlauf
Dr. Tim Schwarz
Dr. Tim Schwarz führt die Behandlung mit medizinischer Sorgfalt und persönlicher Begleitung der Patientinnen und Patienten.

Fachliche Kompetenz
Ausgebildet in:


Erfahrungen gesammelt in der Praxis seines Vaters, Dr. Schwarz in Ulm - seit vielen Jahren auf nicht-invasive Hirnstimulation spezialisiert.
Persönlich für Sie da
- Kein Überweisungsschreiben nötig
- Diskrete, einfühlsame Beratung
- Klare Kommunikation zu Kosten und Optionen - vor Behandlungsbeginn
Kontakt aufnehmen
Als Angehöriger oder Betroffener können Sie uns unverbindlich schreiben - unser Praxisteam meldet sich bei Ihnen.
Ihre Fragen zur rTMS
Noch offene Fragen? Wir beantworten alles im persönlichen Erstgespräch.
Zum Thema
Depression verstehen: Symptome, Ursachen und Behandlung im Überblick
Was die Forschung zeigt
Die rTMS bei Depression ist seit über zwei Jahrzehnten Gegenstand kontrollierter Studien. Drei Arbeiten daraus, jeweils mit ihren Grenzen.
Theta-Burst gleichwertig zur klassischen rTMS
In der THREE-D-Studie (Blumberger et al. 2018, The Lancet, n=414) sank der HAMD-17 unter Theta-Burst-Stimulation praktisch identisch wie unter der etablierten 10-Hz-rTMS - bei rund drei statt gut 37 Minuten Sitzungsdauer.
Einordnung
Nichtunterlegenheitsstudie ohne Schein-Arm: Sie belegt die Gleichwertigkeit beider aktiver Protokolle, nicht die Überlegenheit gegenüber einer Scheinbehandlung.
Unter Alltagsbedingungen
In einer Beobachtungsstudie aus 42 US-Praxen (Carpenter et al. 2012, n=307) sprachen 58,0 % der Patienten klinisch an, 37,1 % erreichten eine Remission.
Einordnung
Beobachtung ohne Kontrollgruppe, ein Placebo-Anteil lässt sich nicht herausrechnen. Die Stärke liegt in der Übertragbarkeit auf die Versorgungspraxis, nicht im Wirksamkeitsnachweis.
Sham-kontrolliert und industrieunabhängig
In einer NIH-geförderten Studie an vier US-Universitätskliniken (George et al. 2010, n=190) erreichten 14,1 % der Patienten unter aktiver rTMS eine Remission gegenüber 5,1 % unter Scheinbehandlung.
Einordnung
Untersucht wurden ausschließlich therapieresistente Patienten, die absoluten Remissionsraten in der doppelblinden Phase waren niedrig.
Die Nationale Versorgungsleitlinie Unipolare Depression (2022) empfiehlt: Die rTMS „sollte bei therapieresistenten depressiven Episoden angeboten werden“ (Empfehlung 7-29, Empfehlungsgrad B).
Zur LeitlinieUnd wenn die rTMS nicht passt?
Dann kommt die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) infrage. Sie arbeitet mit einem schwachen Gleichstrom über Elektroden auf der Kopfhaut statt mit Magnetimpulsen. Das dafür eingesetzte Headset ist für die Behandlung der unipolaren Depression bei Erwachsenen zugelassen, ausdrücklich auch zur Anwendung zu Hause; eine erfolglose Vorbehandlung mit Medikamenten ist dafür keine Voraussetzung.
