Patientin während einer rTMS-Sitzung im Behandlungsraum der Praxis für Neurostimulation Berlin

Zwangsstörung mit Magnetstimulation behandeln

rTMS bei Zwangsstörung

Worauf die Behandlung zielt:

Die nennt die repetitive Transkranielle Magnetstimulation (rTMS) seit 2022 als Behandlungsoption, wenn Verhaltenstherapie und Medikamente nicht ausreichend geholfen haben. Wir setzen sie ergänzend zu Ihrer bisherigen Behandlung ein.

In besserte sich die Zwangssymptomatik unter echter Stimulation stärker als unter einer Scheinbehandlung. Die Stimulation dauert 20 Minuten. Sie sitzen dabei wach und können danach direkt wieder Ihrem Tag nachgehen.

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Die Magnetspule liegt am Kopf einer Patientin an, die wach im Behandlungsstuhl sitzt

Wirkprinzip

Wie die rTMS im Gehirn wirkt

Die Magnetstimulation ist seit über zwei Jahrzehnten Gegenstand kontrollierter Studien, auch bei der Zwangsstörung.

Ein Magnetfeld

Eine Spule liegt am Kopf an und erzeugt kurze Magnetimpulse. Das Feld durchdringt Kopfhaut und Schädelknochen ungehindert und erreicht die Nervenzellen im Zielareal.

Rechte Stirnregion

Wir stimulieren mit niedriger Frequenz über dem rechten dorsolateralen präfrontalen Kortex. Die niedrige Frequenz dämpft die Erregbarkeit im Zielareal, statt sie anzuregen. Position und Reizstärke legen wir zu Beginn persönlich für Sie fest.

Erst die Wiederholung wirkt

Ein einzelner Impuls wirkt nur Millisekunden. Erst die Wiederholung über eine ganze Serie, daher „repetitiv“, verändert die Signalübertragung zwischen Nervenzellen länger anhaltend.

Ablauf

So läuft Ihre Behandlung ab

Erstgespräch (kostenlos)

telefonisch

Wir besprechen Ihre Vorgeschichte, welche Behandlungen bereits gelaufen sind und ob die rTMS für Sie infrage kommt.

Behandlungsserie

20 Sitzungen in vier Wochen

Zu Beginn bestimmen wir Ihre persönliche Reizschwelle. Danach kommen Sie an fünf Tagen pro Woche, mit Vorbereitung jeweils rund eine halbe Stunde. Sie sitzen wach im Behandlungsstuhl, eine Narkose ist nicht nötig.

Verlauf messen

Mit einem Fragebogen erheben wir Ihre Zwangssymptomatik vor Beginn, während und nach der Serie. So sehen Sie und wir, ob sich etwas verändert hat.

Nicht-invasiv

Kein Eingriff, keine Narkose

Keine Medikamente

Wirkt lokal statt systemisch

20 Minuten

Stimulationszeit je Sitzung

Ärztlich geführt

Indikation, Schwelle und Verlauf

Ärztliche Leitung

Dr. Tim Schwarz

Dr. Tim Schwarz führt die Behandlung mit medizinischer Sorgfalt und persönlicher Begleitung der Patientinnen und Patienten.

Dr. Tim Schwarz - Ärztliche Leitung Praxis für Neurostimulation Dr. Schwarz

Fachliche Kompetenz

Ausgebildet in:

Logo Universitätsklinikum Heidelberg
Logo TUM Klinikum

Erfahrungen gesammelt in der Praxis seines Vaters, Dr. Schwarz in Ulm - seit vielen Jahren auf nicht-invasive Hirnstimulation spezialisiert.

Persönlich für Sie da

  • Kein Überweisungsschreiben nötig
  • Diskrete, einfühlsame Beratung
  • Klare Kommunikation zu Kosten und Optionen - vor Behandlungsbeginn

Kontakt

Mehr Informationen erhalten

Kostenfrei per E-Mail. Wir melden uns unverbindlich bei Ihnen.

Anrede *

Die Eignung wird ärztlich im Einzelfall geprüft. Die Behandlungen sind Selbstzahlerleistungen; private Krankenversicherungen erstatten sie häufig.

Häufige Fragen

Ihre Fragen zur rTMS bei Zwangsstörung

Was hier offenbleibt, besprechen wir im kostenlosen Erstgespräch.

Forschungsstand

Was die Forschung zeigt

Zur rTMS bei Zwangsstörung liegen über dreißig randomisierte Studien vor. Drei Befunde daraus.

Besser als eine Scheinbehandlung

Eine Auswertung von 31 randomisierten Studien (Figueiredo et al. 2026, Brazilian Journal of Psychiatry) fand unter echter Stimulation eine stärkere Besserung der Zwangssymptome als unter Scheinbehandlung.

Einordnung

Wie stark die Besserung ausfällt, ist von Person zu Person verschieden.

Das Protokoll, das wir einsetzen

Ein Netzwerkvergleich über 34 randomisierte Studien mit 1.089 Patienten (Tseng et al. 2025, Acta Psychiatrica Scandinavica) fand die niederfrequente Stimulation der rechten Stirnregion einer Scheinbehandlung überlegen.

Einordnung

Die Studien unterscheiden sich in Zielregion und Protokoll, einen direkten Vergleich aller Varianten gibt es noch nicht.

Angst und depressive Beschwerden

Für die niederfrequente Stimulation der rechten Stirnregion fand derselbe Netzwerkvergleich zusätzlich eine Besserung von Angst und depressiven Beschwerden gegenüber der Scheinbehandlung.

Einordnung

Erhoben als zusätzlicher Befund in den Studien zur Zwangsstörung.

Die S3-Leitlinie Zwangsstörungen (2022) formuliert: Die rTMS „kann bei unzureichendem Ansprechen auf Verfahren der ersten Wahl mit dem Ziel einer kurzfristigen Symptomlinderung angewendet werden“ (Empfehlung 8-1).