Ein Magnetfeld
Eine Spule liegt seitlich am Kopf an und erzeugt kurze Magnetimpulse. Das Feld durchdringt Kopfhaut und Schädelknochen ungehindert und erreicht die Nervenzellen im Zielareal.

Worauf die Behandlung zielt:
Die nennt die rTMS bei Zwangsstörung als Option, wenn die Verfahren der ersten Wahl nicht ausgereicht haben. Wir setzen sie ergänzend ein, wenn Verhaltenstherapie und Medikamente allein nicht weit genug getragen haben.
Die Behandlung gilt als gut verträglich: in vier unabhängigen Auswertungen brachen unter der aktiven Stimulation als unter der Scheinbehandlung. Die Stimulation dauert 20 Minuten, mit Vorbereitung sind Sie rund eine halbe Stunde bei uns. Sie sitzen dabei wach und können danach direkt wieder Ihrem Tag nachgehen.
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Die Magnetstimulation ist seit über zwei Jahrzehnten Gegenstand kontrollierter Studien, bei der Zwangsstörung liegen inzwischen mehr als dreißig randomisierte Untersuchungen vor.
Eine Spule liegt seitlich am Kopf an und erzeugt kurze Magnetimpulse. Das Feld durchdringt Kopfhaut und Schädelknochen ungehindert und erreicht die Nervenzellen im Zielareal.
Wir stimulieren niederfrequent über dem rechten dorsolateralen präfrontalen Kortex. Die niedrige Frequenz dämpft die Erregbarkeit im Zielareal, statt sie anzuregen. Position und Intensität legen wir vorab persönlich für Sie fest.
Ein einzelner Impuls wirkt nur Millisekunden. Erst die Wiederholung über eine ganze Serie, daher „repetitiv“, verändert die Signalübertragung zwischen Nervenzellen länger anhaltend.
kostenfrei, telefonisch
Wir klären Ihre Vorgeschichte, welche Behandlungen bereits gelaufen sind und ob die rTMS für Sie infrage kommt.
20 Sitzungen in vier Wochen
Zu Beginn bestimmen wir Ihre individuelle Reizschwelle und klären Sie auf. Dann fünf Termine pro Woche: die Stimulation dauert 20 Minuten, mit Vorbereitung sind Sie rund eine halbe Stunde bei uns. Sie sitzen wach im Behandlungsstuhl, Narkose und Beruhigungsmittel sind nicht nötig.
bis zwölf Wochen danach
Wir erheben denselben Fragebogen vor Beginn, nach der zehnten und der zwanzigsten Sitzung und noch einmal nach zwölf Wochen. So sehen Sie und wir, ob sich etwas bewegt hat.
Nicht-invasiv
Kein Eingriff, keine Narkose
Ohne Medikamente
Wirkt lokal statt im ganzen Körper
In der Leitlinie
Als Option genannt, seit 2022
Ärztlich geführt
Indikation, Schwelle und Verlauf
Zur rTMS bei Zwangsstörung liegen über dreißig randomisierte Studien und mehrere Auswertungen darüber vor. Zwei Befunde daraus.
Eine Netzwerk-Metaanalyse über 34 randomisierte Studien mit 1.089 Patienten fand, dass das Protokoll, das wir fahren, gegenüber einer Scheinstimulation eine signifikante Verbesserung herbeiführt (Tseng et al. 2025, Acta Psychiatrica Scandinavica).
Für genau das Protokoll, das wir einsetzen, fand dieselbe Netzwerk-Metaanalyse zusätzlich eine signifikante Besserung von Angst und depressiven Beschwerden. Bei einem Krankheitsbild, das selten allein auftritt, ist das ein zweiter Grund für diese Zielregion.
Auftreten können Kopfschmerzen und ein Druck- oder Ziehgefühl an der Stimulationsstelle. Sehr selten ist ein Krampfanfall möglich. Wir klären Sie darüber vor Beginn persönlich und schriftlich auf.
Keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Private Versicherungen und Beihilfestellen erstatten unterschiedlich; auf Wunsch stellen wir ein ärztliches Begründungsschreiben aus.
| Erstgespräch | kostenfrei |
| Einzelne Sitzung | ca. 95 € |
| Volle Serie, 20 Sitzungeneinschließlich der Untersuchung vor Beginn | ca. 1.975 € |
Keine Vorauszahlung, keine Bindung an eine Serie.

Dr. Tim Schwarz führt die Praxis für Neurostimulation in Berlin.
Zur ärztlichen LeitungWas hier offenbleibt, besprechen wir im kostenfreien Erstgespräch.
Ja. Wir behandeln die Zwangsstörung mit repetitiver Transkranieller Magnetstimulation, besonders wenn Verhaltenstherapie und Medikamente nicht ausgereicht haben.
20 Sitzungen an fünf Tagen pro Woche über vier Wochen. Eine Sitzung dauert etwa 30 Minuten, dazu kommt die Zeit für An- und Abfahrt. Sie können danach direkt wieder arbeiten oder Auto fahren.
Bei einem Teil der Behandelten deutlich, bei einem anderen Teil nicht. Wer zu den Ansprechenden gehört, lässt sich vorher nicht sagen.
Wir wählen die Region, die sich über die meisten Auswertungen hinweg als wirksam gezeigt hat, die ohne hohe Reizstärke auskommt und die zugleich auf begleitende Angst und Niedergeschlagenheit wirkt.
Nein. Die Behandlung läuft ergänzend zu dem, was Sie bereits einnehmen. Ob und wann eine Medikation verändert wird, entscheidet die Ärztin oder der Arzt, die sie verordnet haben. Wir brauchen aber eine vollständige Liste Ihrer Medikamente, weil einzelne davon für die Behandlung eine Rolle spielen.
Die Impulse sind deutlich spürbar, als Klopfen auf der Kopfhaut. Die meisten gewöhnen sich in den ersten Sitzungen daran. Kopfschmerzen danach kommen vor und lassen in der Regel innerhalb weniger Stunden nach.
Die volle Serie über 20 Sitzungen kostet rund 1.975 €, eine einzelne Sitzung rund 95 €. Das Erstgespräch ist kostenfrei. Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Ärzte; es ist eine Selbstzahlerleistung, die die gesetzliche Krankenversicherung nicht übernimmt. Private Versicherungen und Beihilfestellen erstatten unterschiedlich, auf Wunsch stellen wir ein ärztliches Begründungsschreiben aus.
Das Gerät, das wir einsetzen, ist ein CE-gekennzeichnetes Medizinprodukt für die Behandlung der Depression. Bei der Zwangsstörung behandeln wir im Rahmen eines individuellen Heilversuchs. Die deutsche S3-Leitlinie nennt die rTMS hier seit 2022 als mögliche Option, wenn die Verfahren der ersten Wahl nicht ausgereicht haben.
Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir melden uns für ein kostenfreies telefonisches Erstgespräch, in dem wir klären, ob die Behandlung für Sie infrage kommt.