Patientin mit Stimulationskappe während einer rTMS-Sitzung in der Praxis für Neurostimulation Berlin

Chronischen Nervenschmerz mit Magnetstimulation behandeln

rTMS bei Nervenschmerzen

Worauf die Behandlung zielt:

Die zur therapeutischen Anwendung der Magnetstimulation stuft die hochfrequente Stimulation des Motorkortex bei neuropathischem Schmerz auf ihrer höchsten Stufe als wirksam ein. Genau dieses Vorgehen bieten wir an, ambulant und ergänzend zu Ihrer bisherigen Behandlung.

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Nahaufnahme: die Magnetspule liegt seitlich am Kopf einer Patientin an

Wirkprinzip

Wie die Magnetstimulation den Schmerz erreicht

Die Magnetstimulation ist seit über zwei Jahrzehnten Gegenstand kontrollierter Studien, beim neuropathischen Schmerz liegen mehrere Dutzend davon vor.

Ein Magnetfeld

Was wirkt, ist das Magnetfeld. Es durchdringt Kopfhaut und Schädelknochen ungehindert und regt die Nervenzellen im Zielareal an.

Motorkortex

Stimuliert wird der Motorkortex, auf der Gegenseite zum Schmerz. Von dort setzt eine Sitzung körpereigene Opioide frei und dämpft die Weiterleitung des Schmerzes.

Erst die Wiederholung wirkt

Ein einzelner Impuls wirkt nur Millisekunden. Beim Nervenschmerz nimmt der Effekt mit jeder Wiederholung eher zu als ab, und mit regelmäßigen Folgesitzungen lässt er sich erhalten.

Ablauf

So läuft Ihre Behandlung ab

Erstgespräch (kostenlos)

telefonisch

Wir besprechen Ursache und Verlauf Ihrer Schmerzen, die bisherige Behandlung und ob die rTMS für Sie infrage kommt.

Behandlungsserie

20 Sitzungen in sieben Wochen

Zu Beginn suchen wir die Stimulationsstelle und bestimmen Ihre persönliche Reizschwelle. In den ersten zwei Wochen kommen Sie werktags täglich, danach zweimal pro Woche. Die Stimulation dauert 15 Minuten, Sie sitzen dabei wach.

Verlauf messen

Mit einem kurzen Fragebogen erheben wir Schmerzstärke und Beeinträchtigung vor Beginn, nach zwei Wochen und am Ende der Serie. Wer anspricht, kann die Behandlung danach in größeren Abständen fortsetzen.

Nicht-invasiv

Kein Eingriff, keine Narkose

Keine Medikamente

Wirkt lokal statt systemisch

15 Minuten

Stimulationszeit je Sitzung

Ärztlich geführt

Indikation, Schwelle und Verlauf

Ärztliche Leitung

Dr. Tim Schwarz

Dr. Tim Schwarz führt die Behandlung mit medizinischer Sorgfalt und persönlicher Begleitung der Patientinnen und Patienten.

Dr. Tim Schwarz - Ärztliche Leitung Praxis für Neurostimulation Dr. Schwarz

Fachliche Kompetenz

Ausgebildet in:

Logo Universitätsklinikum Heidelberg
Logo TUM Klinikum

Erfahrungen gesammelt in der Praxis seines Vaters, Dr. Schwarz in Ulm - seit vielen Jahren auf nicht-invasive Hirnstimulation spezialisiert.

Persönlich für Sie da

  • Kein Überweisungsschreiben nötig
  • Diskrete, einfühlsame Beratung
  • Klare Kommunikation zu Kosten und Optionen - vor Behandlungsbeginn

Kontakt

Mehr Informationen erhalten

Kostenfrei per E-Mail. Wir melden uns unverbindlich bei Ihnen.

Anrede *

Die Eignung wird ärztlich im Einzelfall geprüft. Die Behandlungen sind Selbstzahlerleistungen; private Krankenversicherungen erstatten sie häufig.

Häufige Fragen

Ihre Fragen zur rTMS bei Nervenschmerzen

Was hier offenbleibt, besprechen wir im kostenlosen Erstgespräch.

Forschungsstand

Was die Forschung zeigt

Zur Magnetstimulation beim neuropathischen Schmerz liegen mehrere Dutzend randomisierte Studien vor. Drei Arbeiten daraus.

Über viele Studien hinweg

Eine Auswertung von 38 randomisierten Studien (Jiang et al. 2022, Neuroscience & Biobehavioral Reviews) fand unter echter Stimulation eine stärkere Schmerzlinderung als unter Scheinbehandlung, mit einem mittleren Effekt.

Einordnung

Die Studien unterscheiden sich in der Ursache des Schmerzes und im Protokoll.

Motorkortex, nicht Stirnregion

In einer Studie mit drei Gruppen an vier französischen Zentren (Attal et al. 2021, Brain, n=149) war die Stimulation des Motorkortex über 25 Wochen einer Scheinbehandlung überlegen, die Stimulation der Stirnregion nicht.

Einordnung

Untersucht wurden Schmerzen aus den Nerven von Armen und Beinen.

Im Behandlungsalltag

In einer französischen Praxiskohorte mit 193 Behandelten (Thomas et al. 2025, European Journal of Pain) erreichten 42 Prozent nach vier Sitzungen eine Schmerzlinderung um mehr als 30 Prozent. Wer ansprach, hielt die Wirkung mit weiteren Sitzungen über Jahre.

Einordnung

Eine Beobachtung im Praxisalltag, ohne Kontrollgruppe.

Die europäische Leitlinie zur therapeutischen Anwendung der Magnetstimulation (Lefaucheur et al. 2020, Clinical Neurophysiology) stuft die hochfrequente Stimulation des Motorkortex auf der Gegenseite des Schmerzes bei neuropathischem Schmerz als wirksam ein (Level A).